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Rezepte:
Kartoffelsuppe -
Kartoffel-Lauch-Creme -
Gefüllte Kartoffeln -
Cordon-bleu von Kartoffeln -
Kümmelkartoffeln mit Avocadosauce -
Kartoffelnockerln mit Kräutern -
Kartoffel Lauch Gratin -
Saure Kartoffelrädle -
Kartoffel-Gratin -
Herzoginkartoffeln -
Schupfnudeln -
Kartoffelmaultaschen mit Apfelquarkfülle
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Die Geschichte der Kartoffel - ein kurzer Abriss
Die Kartoffel gehört zu der Familie der Nachtschatten-Gewächse (Solanaceae).
Zu dieser Familie sind außer der Kartoffel die wichtigen
Kulturpflanzen Tomaten, Auberginen, Paprika und Tabak zu zählen. Die
Kartoffel ist heute eine wichtige Grundlage für die Ernährung der
Menschen Weltweit.
Die Heimat der Kulturkartoffel liegt im Bereich der
südamerikanischen Anden. Die Pflanzenknollen wurden bereits in der
Zeit 8000 bis 5000 v.Chr. von der indianischen Urbevölkerung
genutzt.
Der Wert der Kartoffel wurde von den europäischen Eroberern des
Inkareichs nicht erkannt. 1529 -1535 wurde das Inkareich durch die
Spanier unter Pizzaro erobert und versklavt - als Schätze wurden
vornehmlich Gold und Silber gewertet. Die Kartoffelpflanze wurde
dennoch als ein exotisches Mitbringsel zu den geraubten Schätzen
nach Europa verbracht.
In Deutschland wurde die Kartoffel erstmals durch den Botaniker
Clusius im Jahre 1588 erwähnt. Zunächst wurde die Kartoffel wegen
ihrer Blüte als Zier- und Gartenpflanze angebaut. Es vergingen rund
200 Jahre bis die unterirdischen, verdickten Sprossteile, die als
Speicher für die Reservestoffe (Stärke) der Pflanze dienen, als
Nahrungsmittel eingesetzt wurden. Es kam vor, dass die Menschen
nicht die Knollen, die in der Erde wuchsen, verzehrten, sondern die
Beeren oberhalb und sich dabei schwere Vergiftungen zuzogen.
Die Kartoffelernte war zu der damaligen Zeit eine mühsame Arbeit.
Zum Abschluss der Kartoffelernte wurde rituell das alte verwelkte
Kartoffelkraut zu großen Haufen aufgeschichtet und angezündet. Im „Kartoffelfeuer"
wurden dann besonders große Kartoffeln in der Glut gegart und mit
Salz bestreut aus der rußgeschwärzten Schale gegessen.
Mit diesem Kartoffel-Rezepten wollen wir unseren Besuchern noch mehr
Möglichkeiten zum Kaftoffelgenuß eröffnen. Alte und neue
Kartoffelrezepte wurden zusammengetragen, um dieser wertvollen
Kulturpflanze etwas von dem ehemaligen Gewicht zurück zu geben.

Kulturgut Kartoffel: Nach der Ernte mit dem Voll-Ernter auf dem Acker
verbliebene Kartoffeln warten auf die Handlese.
Die Verwendung der verschiedenen Kartoffelsorten
In Baden-Württemberg werden ca. 165 verschiedene Kartoffelsorten
angebaut, die sich je nach Erntezeitpunkt und Lagerfähigkeit in
sehr frühe, frühe, mittelfrühe,
mittelspäte und späte Sorten
unterscheiden lassen.
sehr frühe Sorten (8-10 Wochen nach der Ernte verbrauchen)
Atica vorwiegend festkochend; langovale bis lange
Form, gelbe Schale, flache bis mittlere Augentiefe, gelbes Fleisch;
Ansprüche an Boden und Feuchtigkeit gering bis mittel.
Berber vorwiegend festkochend; oval bis langovale
Form, genetzte Schale, Fleischfarbe gelb; mittlere Ansprüche an
Boden und Feuchtigkeit.
Christa vorwiegend festkochend; langoval bis lang,
Fleischfarbe gelb, flachäugig, glatte, gelbe Schale; mittlere
Ansprüche an Boden und Feuchtigkeit.

frühe Sorten (bis Dezember verbrauchen)
Cilena festkochend; Ansprüche an Boden und
Feuchtigkeit mittel bis hoch; birnenförmig, gelb, sämige Konsistenz;
geeignet als Salz-, Pell- oder Auflaufkartoffel.
Sieglinde festkochend; Ansprüche an Boden und
Feuchtigkeit mittel bis hoch; langoval bis lang, glatte ockerfarbene
Schale; formbehaltend, sehr gute Speisequalität.
mittelfrühe Sorten (zur Einkellerung geeignet, ab Dezember
verbrauchen)
Granola vorwiegend festkochend; rundoval, gelb; lange
Keimruhe - gut zum Einkellern, guter Geschmack nach Einlagerung -
kommt bis April in den Handel.
Nicola festkochend; langoval, gelb; geeignet als
Salatkartoffel, Delikateß - Sorte
Quarta vorwiegend festkochend; rund bis oval, flache
Augen mit rotem Lidschatten; keimfreudig; begehrte Speise- und
Verarbeitungskartoffel.
Secura vorwiegend festkochend; oval, gelb, sehr flache
Augen; keimfreudig; sehr gute Speisekartoffel
Selma festkochend, lang, dunkelgelb, flache Augen,
gute Speisequalität bis ins Frühjahr, lange Keimruhe
mittelspäte bis sehr späte Sorten (zur Einkellerung gut
geeignet, ab Januar verbrauchen)
Aula mehligkochend; tiefgelb, rundoval; springt beim
Kochen leicht auf, angenehm kräftiger Geschmack; häufig Direktabsatz
Erzeuger - Verbraucher
Quelle: Saatbauamt Donaueschingen
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